Die Weihnachtszeit!

Sylvester ist rum und kurz danach herrscht auch bei mir die Abschmückzeit, man packt die Weihnachtskiste wieder voll und die Wohnung wird wieder etwas leerer. Aber bevor ich das tu, wollt ich Euch noch ein paar Zeilen schreiben!

Auch wenn es eine Weile gedauert hat, bis ich wirklich in Weihnachtsstimmung kam, war die Weihnachtszeit sehr schön. Sogar der Streß die Tage vor Weihnachten, gehört irgendwie dazu. Ich geniesse diese Zeit immer sehr. Aber dies Jahr war es für mich besonders.

Mein Opa ist seit langer Zeit schwer krank und äusserte schon, dass er Weihnachten wohl nicht mehr erleben wird. Eine Woche vor Weihnachten kam er dann auch noch ins Krankenhaus. Und ich bangte darum, dass er wieder raus kommt und, dass es ihm diesmal vielleicht doch besser gehen würde. Ich war überglücklich, als er dann ein paar Tage vor Weihnachten entlassen wurde und Weihnachten mit uns 3, meinen Eltern, meinen Bruder und den Omas feiern konnte. Es war ein sehr schönes beieinander sitzen mit lecker Essen und Glühwein. Leider haben wir dieses mal den Glühwein nicht ganz so hinbekommen. Ich stand mit meiner Mama in der Küche und kosteten rum, was denn da noch fehlte, bis der Glühwein trinkbar war. Na irgendwann mussten wir ja auch aufhören, sonst wären wir voll und der Glühwein leer gewesen.

Wir erinnerten uns an vergangene Weihnachten und unser alljährliches Baumproblem. Wir haben schon witzige Sachen erlebt von einem zerbrochenen Baum, den mein Papa einfach nur gerade biegen wollte und dann mit Schellen reparierte, über vollgeschmückte umfallende Bäume, Bäume die wir angebunden haben, kaputte Spitzen etc. Aber das gehört auch für mich dazu. Wir haben dies Jahr auch eindeutig festgestellt das wir nächstes Jahr erst den Baum aussuchen und dann zum Glühweinstand gehen sollten *lach* Nein so schlimm ist es auch nicht, aber ich muss sagen die Bäume sahen beim absägen perfekter aus.

Die Weihnachtsfeiertage werden dann meist bei den Omas verbracht, so ging das Braten essen weiter. So lecker es schmeckt, aber irgendwann hat man das über. Vor allem aber auch, wenn man 2 Kinder hat, die Ihre Teller nicht leeren und man als Mama meint, ach das schaff ich auch noch. Aber es war so schön ruhig und gessellig. Ich habe mich einfach wohlgefühlt. Und die Kinder waren mit ihren Geschenken auch sehr beschäftigt.

Es ist auch immer eine volle Freude den Kindern beim auspacken zu zusehen, wie sie erst zaghaft und dann voller Neugier die schönen Verpackungen aufreissen, um zu entdecken, was darunter ist. Dann diese freudestrahlenden Kinder, die ein paar Stunden später total erschöpft ins Bett fallen und tief und fest schlafen, um dann früh kaum aufgewacht schon wieder weiterspielen zu können.

Die Weihnachtszeit ist immer eine spannende Zeit, wo man wieder auf die Liebsten trifft und LIEBE groß geschrieben wird oder zumindestens größer. Dies sollten wir uns behalten, auch wenn es nicht weihnachtet und öfters mit den Lieben in einer Runde zusammen sitzen und einfach nur das Zusammensein geniessen.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein schönes Jahr voller Liebe und Lieben!

Jennifer hat morgen Geburtstag!

Ich sehe sie heute noch so klein und winzig in meinem Arm liegen, dieses Engelsgesicht, was so ruhig und friedlich bei mir lag. Dieser Moment ist unvergesslich!

Aber von vorne. Heute vor 7 Jahren war ich in der Klinik, da ich Wehen hatte, leider verschwanden die, nachdem ich in der Klinik ankam und waren, wenn sie mal wieder kamen, so unregelmässig, dass ich abends wieder heim wollte. Um 9 bin ich dann endlich fix und fertig ins Bett gefallen, hatte durch die Wehen nur 3 Stunden die letzte Nacht geschlafen. Ich schlief dann gerade mal 2 Stunden, als ich merkte das da was läuft :D Ich lag im Bett und überlegte, ob ich mir jetzt in die Hose mache oder ob die Fruchtblase geplatzt ist. Irgendwann stand ich mal auf, um das zu überprüfen und weckte danach mein Mann um ins Krankenhaus zu fahren. Um Mitternacht ca. kamen wir da an. Und der Arzt wollte mich erst einmal aufs Zimmer schicken, ich sagte ihm aber, dass die Fruchtblase geplatzt ist. Also kam ich erst einmal ins Untersuchungszimmer. Aussage: Wehen zu schwach, entweder ins Bett noch schlafen oder rumlaufen, toll. Der werdende Vater, wurde heimgeschickt. Ich sagte ihm aber, er brauch nicht fahren, dann ist er gerade mal daheim und kann wieder her kommen. Also liefen wir durch das Krankenhaus. Mein Mann parkte noch das Auto schnell um. Und als er wiederkam, konnte ich kaum noch laufen. Also wieder ins Untersuchungszimmer, an den Wehenschreiber ran. Und wieder die Aussage das dauert noch, ich durfte mich aber dann hinlegen. Und auf einmal, war klein Jennifer da. Ich weiß wirklich nicht viel was in der Zwischenzeit geschah. Die Wehen, zu wenig schlaf und dann noch so komische Schmerzzäpfchen, haben es geschafft dass ich tief und fest schlief, in den Wehen wach wurde, meine Pflichten erfüllte und dann wieder nicht ansprechbar war. Und dann war sie da und auf einmal war ich hellwach. Ich sah sie an und entschied mich für Ihren Namen, sie sah so aus wie eine Jennifer, so wunderschön und bezaubernd.

Und morgen wird mein großer Engel schon 7 Jahre alt. Und ich muss sagen ich bin so stolz auf Sie.

Sie hat schon einiges mitmachen müssen. Sie ist mehrmals umgezogen, hat mehrere Kindergärten gehabt, war lange Zeit getrennt von den Omas und Opas und dann kam noch die Scheidung der Eltern dazu. Das alles hat sie sichtlich mitgenommen und sie war lange Zeit ein sehr ruhiges und ängstliches Kind. Aber die letzten Jahre hat sie enorme Sprünge gemacht, Sie ist immer offener und selbstständiger geworden. Sie hat sich so sehr entwickelt und findet so schnell Anschluss. Das alles, was auf dem ersten Blick schlimm klingt, hat ihr unwahrscheinlich geholfen in Ihrer Entwicklung. Sie ist ein starkes und selbstbewusstes Mädchen geworden.

Erst letztens, als die Kleine nicht schlafen wollte, redete ich mit Jenny, um ihr zu sagen, dass ich sie genauso lieb habe und sie nicht traurig sein soll. Sie sagte zu mir „Mama mach dir keine Sorgen, ich weiß das du mich liebst“. Ich war so stolz, dass mir gerade wieder Tränen kommen.

Sie freut sich auf die Menschen, die Ihnen begegnen, sie freut sich jeden Tag in die Schule zu gehen und im Hort zu spielen, sie freut sich, wenn ich sie abhole und begrüßt mich so herzlich. Sie ist einfach ein Engel!

Auch die Scheidung hat sie mittlerweile verkraftet und Sie freut sich darauf den neuen Mann an meiner Seite und die neue Frau an Papas Seite kennenzulernen. Sie ist voller Liebe und wünscht sich das auch für Mama und Papa.

Das alles haben wir gemeinsam geschafft, weil wir uns geöffnet haben und lange und ehrlich miteinander redeten. Ich habe Ihr viel Liebe und Verständnis gegeben, in Zeiten, wo andere verzweifelten und traurig auf sie schauten. Aber ich wusste, dass das alles in Ihr steckt und nun zeigt sie es immer mehr und ich bin einfach froh sie so zu sehen, ein lachendes glückliches Kind, das trotz so vieler Ereignisse, weiter wächst und sich nicht aufhalten lässt.

Ich liebe Sie von ganzem Herzen und ich bin einfach glücklich dass ich 2 so tolle Engel haben, die mich begleiten und deren ich meine Liebe geben kann. Durch Sie habe ich gelernt, was es heisst bedingungslos zu lieben, loszulassen, weiter zu machen und die Chancen zu nutzen, die sich einem bieten.

Und das werde ich mit ihr morgen feiern, mit der Kleinen, den Omas, Opas, Onkel und Tante! Das sie geboren wurde ist ein großes Geschenk, für mich und für viele anderen.

 

Wieviel kostet ein Kind?

lachendes Kind

Ich habe gerade im Internet ein wenig recherchiert und ich kann sagen, Kinder kosten Geld. Und zwar kann man mit 150.000 Euro im Laufe des Lebens rechnen. Aber mal ehrlich, ist das wirklich entscheidend, ob man Kinder bekommt oder nicht? Kann man den Wert eines Kindes mit Materiellen vergleichen? Und ist man 5 Jahre später immer noch zufrieden mit der Entscheidung gegen das Kind, da es nun einmal Geld kostet?

Ich finde nicht das man ein Wesen, egal ob jung oder alt, mit Geld messen kann. Jeder ist einzigartig und trägt was besonderes zu unserem eigenem Leben bei. Und wer sagt eigentlich, dass sich die finanzielle Situation nicht bessert? Wenn man eine Berechnung macht, wieviel ein Kind kostet, geht man ja vom jetzt aus, aber das Leben steckt voller Veränderungen, also wie sinnvoll ist diese Berechnung überhaupt, wenn niemand weiß, was in Zukunft passiert.

Es sollte keine Berechnung geben, wenn wir bei unseren Kindern anfangen, dann können wir bei unseren Eltern und Großeltern weiter machen, diese wollen schliesslich auch im Alter versorgt werden.

Wichtig ist, dass man ein Kind will und das sich ein Paar bereit dazu fühlt. Kinder schenken uns so viel mehr, das sollte man wirklich nicht mit Geld messen. Und die, die es tun und diesen Wert von 150.000€ berechneten, den kann ich nur sagen, mir sind meine 2 unermesslich viel mehr wert.

Ich denke wenn man daran glaubt, dass man es schafft, dann tut man es auch. Man wird immer Wege finden, vielleicht ist man nicht immer gleich zufrieden, mit dem was sich ergibt, aber alles was sich uns bietet gibt uns und unseren Kinder Möglichkeiten daraus etwas zu lernen und zu wachsen.

Wie denken sie darüber?

 

Weihnachten im Schuhkarton - bis zum 15.11.2011

Heute will ich auf eine sehr schöne Aktion aufmerksam machen. Ich habe selber schon ein paar mal mitgemacht und muss sagen, ich bin begeistert. Es macht einfach Spaß, einmal etwas Gutes zu tun und dann noch die Art wie man etwas Gutes tun kann.

Sie suchen sich aus, ob Sie ein Jungen oder ein Mädchen beschenken wollen und in welcher Altersklasse das Kind sein soll und dann packen Sie einen, hübsch verpackten, Schuhkarton mit Kleinigkeiten (wie Stifte, Blöcke, Radiergummi, Murmeln, Kuscheltieren...) und schaffen den Karton zu einer Sammelstelle. Das aufhübschen eines Schuhkartons macht schon Spaß, aber auch diese Kleinigkeiten zu kaufen und all dies in den Schuhkarton zu packen. Dabei kann man seine Kinder mit einbeziehen und sie lernen auch ein anderes Leben, ein Stück weit, kennen.Und damit das Paket auch abgeschickt wird, spenden Sie zusätzlich 6€ ! Mehr in dem beigefügten Video!

Jeder der vor Weihnachten, für Weihnachten etwas gutes tun will, kann ich dies nur empfehlen. Mehr Infos, wie Sammelstellen, Aufkleber für die Altersklassen/Geschlecht des kindes,...  findet man auf der Seite Geschenke der Hoffnung!

Vanessa hat Geburtstag!

Heute vor 4 Jahren... stand ich auf und schaute nach meiner Großen, die am Vortag noch Fieber hatte. Die Temperatur war gesunken, aber ich entschied sie trotzdem noch daheim zu lassen. Wir frühstückten miteinander und kuschelten bis ich auf einmal einen Rappel bekam und alles aufräumte. Alles musste glänzen. Zwischendurch ging ich zu meiner Großen, um sie zu knuddeln und dann ging ich wieder an den Putz. Bis dahin fiel mir nicht einmal auf, wieso ich es tat, ich putzte einfach. Bis auf einmal die Fruchtblase sprang und mir bewusst wurde, wieso ich diesen Rappel bekam, aufzuräumen. Ich schaute auf die Uhr und konnte es nicht fassen, es war kurz vor 3. Also genau die Zeit, wo ich immer unterwegs war, um meine Große vom Kindergarten abzuholen. Ich hatte so Angst davor, dass ich Wehen bekomme oder die Fruchtblase springt, wenn ich unterwegs bin. Und nun war Jenny krank und ich war nicht unterwegs. Ich rief meinen Mann an, der natürlich gleich von der Arbeit los fuhr. Und um die Zeit zu überbrücken, rief ich meine Mama an. Ich erzählte ihr vom Tag und das ich jetzt auf der Couch liege. Jenny spielte in der Zeit schön im Zimmer und bekam sehr wenig mit. Ich stand zwischenzeitlich immer wieder auf und packte meine Sachen zusammen. Mein Mann brauchte ca. 1 Stunde bis nach Hause, also hatte ich genug Zeit. Ich putzte den Rest der Wohnung um mich abzulenken, denn allein daheim, mit der Großen, wollte ich mein Baby nicht bekommen. Als mein Mann dann endlich da war, waren die Wehen schon sehr stark. Ich stand gerade in der Badtür und meckerte ihn an, er solle hin machen. Er schnappte sich Koffer und Kind und ich schlich hinterher. Dann konnte es endlich losgehen. Wir brauchten eine Weile bis wir in der Klinik waren. Als wir da ankamen, war ich nass, vom Fruchtwasser und konnte kaum ein Bein vor das andere setzen. Wir gingen gleich zu den Kreissäälen, wo die Hebammen mich dort doof anguckten, denn laut Ihrer Meinung dauert es noch Stunden. Sie schauten kurz nach, und meinten zu mir, das es noch nicht so weit wäre. Ich fragte nach Schmerzmittel, sie verneinten, da es ja bis dahin nicht mehr wirken würde. Ich bekam Presswehen und sie sagten zu mir, veratme. Ich dachte ich bin im falschen Film. Mein Baby kam und niemand nahm mich ernst. Zwischenzeitlich wurde Jenny vom Onkel abgeholt. Nachdem ich die Hebammen mehrmals aufforderte nach zuschauen und sie es endlich taten, ging alles sehr schnell, ich durfte auf das Kreissaalbett und raus kam mein kleiner Sonnenschein. (nach vielleicht 45min Klinikaufenthalt!)

Um 16.53Uhr erblickte meine Kleine das Licht der Welt. Als sie dann auf meinem Arm lag und ich sie anschauen durfte, stand für mich die Welt still. All der Ärger, die Schmerzen, die Ängste, die Peinlichkeiten ... es war alles vergessen. Ich genoss ihren Duft und ihr hübsches Gesicht. Mein Mann rief in der Zeit die Oma und den Onkel an, die dann Mit Jenny ins Krankenhaus kamen. Außerdem rief er alle anderen Verwandten an, damit auch jeder von meiner Kleinen erfuhr.

Meine Kleine - Vanessa, ist ein kleiner Sonnenschein. Sie schläft immer noch gerne bei Mama ein und genießt es zu kuscheln. Sie ist ein süßer Frechdachs, der manchmal Sprüche bringt, wo mir nichts mehr einfällt. Sie ist stark und mutig. Vertraut der Mama absolut. Ich liebe Sie und die Erfahrungen die ich mit Ihr machen konnte. Ich habe viel von Ihr gelernt und werde auch noch viel von Ihr lernen. Sie hat mir Mut und Kraft gegeben, als ich mich von meinem Mann trennte. Sie hat mich zum Lächeln gebracht, wenn ich traurig war. Ja, sie kam als Baby schon zu mir gerollt, wenn sie merkte Mama braucht mich, Mama ist traurig. Sie hat ein gutes Gespür für andere Menschen und Ihre Bedürfnisse. Ich liebe sie von ganzen Herzen und ich werde heute feiern und Sie würdigen, denn Sie ist mehr als ein Geschenk für mich und mein Leben! HAPPY BIRTHDAY!!!

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