Vanessa hat Geburtstag!

Heute vor 4 Jahren... stand ich auf und schaute nach meiner Großen, die am Vortag noch Fieber hatte. Die Temperatur war gesunken, aber ich entschied sie trotzdem noch daheim zu lassen. Wir frühstückten miteinander und kuschelten bis ich auf einmal einen Rappel bekam und alles aufräumte. Alles musste glänzen. Zwischendurch ging ich zu meiner Großen, um sie zu knuddeln und dann ging ich wieder an den Putz. Bis dahin fiel mir nicht einmal auf, wieso ich es tat, ich putzte einfach. Bis auf einmal die Fruchtblase sprang und mir bewusst wurde, wieso ich diesen Rappel bekam, aufzuräumen. Ich schaute auf die Uhr und konnte es nicht fassen, es war kurz vor 3. Also genau die Zeit, wo ich immer unterwegs war, um meine Große vom Kindergarten abzuholen. Ich hatte so Angst davor, dass ich Wehen bekomme oder die Fruchtblase springt, wenn ich unterwegs bin. Und nun war Jenny krank und ich war nicht unterwegs. Ich rief meinen Mann an, der natürlich gleich von der Arbeit los fuhr. Und um die Zeit zu überbrücken, rief ich meine Mama an. Ich erzählte ihr vom Tag und das ich jetzt auf der Couch liege. Jenny spielte in der Zeit schön im Zimmer und bekam sehr wenig mit. Ich stand zwischenzeitlich immer wieder auf und packte meine Sachen zusammen. Mein Mann brauchte ca. 1 Stunde bis nach Hause, also hatte ich genug Zeit. Ich putzte den Rest der Wohnung um mich abzulenken, denn allein daheim, mit der Großen, wollte ich mein Baby nicht bekommen. Als mein Mann dann endlich da war, waren die Wehen schon sehr stark. Ich stand gerade in der Badtür und meckerte ihn an, er solle hin machen. Er schnappte sich Koffer und Kind und ich schlich hinterher. Dann konnte es endlich losgehen. Wir brauchten eine Weile bis wir in der Klinik waren. Als wir da ankamen, war ich nass, vom Fruchtwasser und konnte kaum ein Bein vor das andere setzen. Wir gingen gleich zu den Kreissäälen, wo die Hebammen mich dort doof anguckten, denn laut Ihrer Meinung dauert es noch Stunden. Sie schauten kurz nach, und meinten zu mir, das es noch nicht so weit wäre. Ich fragte nach Schmerzmittel, sie verneinten, da es ja bis dahin nicht mehr wirken würde. Ich bekam Presswehen und sie sagten zu mir, veratme. Ich dachte ich bin im falschen Film. Mein Baby kam und niemand nahm mich ernst. Zwischenzeitlich wurde Jenny vom Onkel abgeholt. Nachdem ich die Hebammen mehrmals aufforderte nach zuschauen und sie es endlich taten, ging alles sehr schnell, ich durfte auf das Kreissaalbett und raus kam mein kleiner Sonnenschein. (nach vielleicht 45min Klinikaufenthalt!)

Um 16.53Uhr erblickte meine Kleine das Licht der Welt. Als sie dann auf meinem Arm lag und ich sie anschauen durfte, stand für mich die Welt still. All der Ärger, die Schmerzen, die Ängste, die Peinlichkeiten ... es war alles vergessen. Ich genoss ihren Duft und ihr hübsches Gesicht. Mein Mann rief in der Zeit die Oma und den Onkel an, die dann Mit Jenny ins Krankenhaus kamen. Außerdem rief er alle anderen Verwandten an, damit auch jeder von meiner Kleinen erfuhr.

Meine Kleine - Vanessa, ist ein kleiner Sonnenschein. Sie schläft immer noch gerne bei Mama ein und genießt es zu kuscheln. Sie ist ein süßer Frechdachs, der manchmal Sprüche bringt, wo mir nichts mehr einfällt. Sie ist stark und mutig. Vertraut der Mama absolut. Ich liebe Sie und die Erfahrungen die ich mit Ihr machen konnte. Ich habe viel von Ihr gelernt und werde auch noch viel von Ihr lernen. Sie hat mir Mut und Kraft gegeben, als ich mich von meinem Mann trennte. Sie hat mich zum Lächeln gebracht, wenn ich traurig war. Ja, sie kam als Baby schon zu mir gerollt, wenn sie merkte Mama braucht mich, Mama ist traurig. Sie hat ein gutes Gespür für andere Menschen und Ihre Bedürfnisse. Ich liebe sie von ganzen Herzen und ich werde heute feiern und Sie würdigen, denn Sie ist mehr als ein Geschenk für mich und mein Leben! HAPPY BIRTHDAY!!!

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